typingofthedead.jpgLernwütige bekämpften schon im Jahr 2000 Horden von fauligen Zombies durch gekonntes Schreiben auf dem Computerkeyboard . Ohne 10-Finger-System konnte man das Spiel „The Typing of The Dead“ nicht bezwingen. Edutainment at its best. Edutainment ist der Zusammenschluss der englischen Wörter education (Bildung) und entertainment (Unterhaltung). Dieser Begriff meint also das unterhaltsame Lernen.

In einem unterhaltsamen Computerspiel, das nicht als Lernspiel angelegt ist, muss natürlich ebenso gelernt werden (Steuerung, Spielmechanik, Lösungswege). Beim Edutainment geht es jedoch um Lerninhalte, die als besonders sinnvoll, pädagogisch wertvoll etc. erachtet werden und die außerhalb der Computerspiele genutzt werden können (z.B. durch einen Lerntransfer).typingofthedeadarcade.jpg Anders als beim gewöhnlichen Computerspiel wird ein Edutainmenttitel im Hinblick auf die zu vermittelnden Lerninhalte entwickelt. Im Fall des eingangs erwähnten Schreiblernspieles wurde das japanische Arcadegame (in diesem Fall ein Spielhallenshooter) „The House of the Dead“ entscheidend verändert: Statt mit Maschinenpistolen werden die Zombies über schnelles Maschinenschreiben besiegt. In Deutschland hat der Lernspaß aufgrund des gewalthaltigen Inhaltes keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG erhalten. Bis man volljährig ist, lohnt es sich also schon mal mit gewöhnlichen Lernprogrammen das Tippen zu meistern. Vielleicht ist der Lernerfolg ohne die Zombiestressoren sogar höher. Zur Veranschaulichung ein Video der japanischen Version des aktuellen „The Typing of the Dead 2“: