Passend zum Thema Stigmatisierung der Video- und Computerspiele krame ich meinen Mitschnitt des Diskussionchats zum Frontal21-Bericht über Gewalt in Computerspielen aus (Herbst 2007). Es ist sehr interessant, wie hier über Wissenschaft, Forschungsergebnisse und die zugehörige Berichterstattung diskutiert wird. Es geht heute also wieder um eins der großen Themen bei DigitaleWelten.net: Wahrnehmung der Spieleforschung. Leider wurde im Chat nicht immer auf die teils guten Fragen geantwortet. Es ging schon recht chaotisch zu. Meine Fragen kamen gar nicht durch oder wurden nicht ausgewählt. Der Moderator war sichtlich überfordert. Die Organisation war wie allzu oft in solchen Themenchats miserabel – oder hatten die nicht mit so einem Ansturm empörter Computerspieler und besorgter Eltern gerechnet? Den ein oder anderen könnte es interessieren, wie es nach einem Frontal21-Beitrag zu Computerspielen im Diskussionsforum abgeht. Daher kommt hier der unbearbeitete, ungekürzte Chatverlauf. Gäste waren Jürgen Fritz, Pädagoge der FH Köln und Matthias Kleimann vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN). Rainer Fromm ist der Autor hinter verschiedenen Reportagen zu Computerspielen und anderen kontroversen Themen.

Willkommen im Chat.

CallmeGOD: was ich mich gerade frage. was sollte dieser beitrag nun wieder bewirken? der contra-prof erzählte „im zusammenhang mit andere einflüssen kann unter umständen….“. für jugendliche sind indizierte spiele auch nicht gedacht, deshalb sind sie ja indiziert, also was fordert frontal21 denn nun überhaupt?

Daniel83: guten abend

Frontal21-Moderator: Guten Abend! Bitte stellen Sie Ihre Fragen!

Jürgen Fritz: Guten Abend

eliteattack: Sie zweifeln die Objektivität der Kölner FH wegen ihrer Nähe zu einigen Firmen an. Muss dann auch nicht die Objektivität des Kriminologischen Forschungsinstituts wegen der Nähe zum niedersächsichen Innenministerium angezweifelt werden??!!

M Kleimann: Guten Abend aus Hannover

s3sebastian: Was soll der Populismus? Müssen Sie die – wohl schon etwas ältere – Zielgruppe der ZDF Zuschauer unbedingt gegen diese ach so bösen Killerspieler mit durchaus dreisten Veralgemeinerungen aufhetzen? Seriöser Journalismus ist das nicht, und auch die „Studien“ von Herrn Pfeiffer spiegeln wohl eher dessen Meinung als die Realität wieder, vieles wird übertrieben dargestellt, positive Apsekte des Spielens werden einfach weggelassen.

CaptainJackow: Herr Fritz, wie fanden sie den Beitrag denn? Haben sie ihn heute zum ersten Mal gesehen?

Jürgen Fritz: Die Forschungen der FH wurden von Bundesministerien gefördert und bezogen sich nicht auf die Wirkungen von Gewaltspielen

Avanon: Warum erlaubt Frontal 21, dass Wissenschaftler von Nichtwissenschaftlern unwidersprochen diskreditiert werden?

jubijubi: guten abend. darf ich mal fragen, woher die szene aus san andreas ist? die gezeigte darstellung stammt meines wissens aus der 18er-version und nicht aus der version ab 16.

neoxan: Ich finde sie haben absolut Recht! Man sollte alle Killerspiele sofort verbieten! Dieses Gemetzel kann einfach nicht gut für unsere Kinder sein!

DonalDarko: Wer zum Henker recherchiert das ganze.Max payne „brutales Killerspiel“, das spiel hat ne super tolle storry nur so nebenbei.aber als „brutales killerspiel“ lässt es sich bei den nachrichten ja besser verkaufen

Matzju: Warum werden solche Untersuchungen an einer Zielgruppe durchgeführt, für die diese Spiele nicht gedacht sind??? Warum werden hier nicht eher mal die Eltern dieser Kinder in den „hintern getreten“, bzw. die Händler, die die Spiele rausgeben entsprechend mit sanktionen belegt?

M Kleimann: Das KFN in Hannover besitzt keine Nähe zum Innenminsterium in Hannover. Wir werden zur Hälfte vom Land Niedersachsen finanziert, allerdings vom Wissenschaftsministerium, dem eine Einflussnahme auf die Inhlte unserer Forschung allerdings nicht erlaubt ist.

ddi7i4d: Ich bin gleicher Meinung wie s3sebastian

buzzer79: ich bin selsbt an der FH Köln und kann sagen das Prof. Fritz sicher nicht GTA meinte als es über SPIELE SPRACH

Tsume78: Ich frage mich auch, ob Frontal21 mit dieser Art Beiträge nicht nur ein Lobby gegen Computer-Spieler schaffen will. Btw: Electronic Arts publiziert nur wenige (prozentual gesehen) brutale Spiele. Fachlich mal wieder völlig inkompetent

karaoah: Was mich so wütend bei dieser Diskussion macht ist die fehlende Verantwortung der Eltern…

olibux: Hallo Herr Fritz, gefährden Sie durch die Kooperation mit der Industrie nicht Ihre Glaubwürdigkeit?

Silvershadow~: Warum werden indizierte Szenen gezeigt, aber so dargestellt, als ob diese Szenen aus deutschen Versionen sind?

Henric01: Mich würde interessieren, ob bei der erwähnten Studie aus Niedersachsen Kongruenz oder Kausalität nachgewiesen wurde.

Daniel83: ich schließe mich sebastians meinung an, es werden imemr nur die negantiven seiten des computerspielens gezeigt

RamRod0815: Guten Abend Herr Kleimann, haben Sie denn in Ihrer Studie auch den Einfluss von Vollzeit Beufstätigen Elternteilen berücksichtigt?

M Kleimann: @

Mutant: ich würde gerne wissen, welches Erhebungsverfahren genutzt wurde? Wurden die Jugendlichen „nur“ befragt?

Killerspieler-eYb: Warum ist es nötig eine LAN zu filmen und dazu zu sagen das dort Minderjährige spielen? In Deutschland gibt es keine LAN’s mit sovielen Spielern wo irgendjemand minderjährig ist! Private LAN’s sind eventuell von Minderjährigen besucht aber soeine wurde ja nicht gefilmt! typisch ZDF TYPISCH FRONTAL21! EINFACH UNWAHRHEITEN SO VERKAUFEN ALS OB ES DIE WAHRHEIT WÄRE! Wegen solchen Beiträge werden Leute zu Killern nicht wegen Computerspielen!

ChriBu85: Hallo, seit wann dürfen denn 12-14jährige Spiele ab 16 bzw. indizierte Spiele spielen ?? Hat das Frontal21 Magazin diesen Kindern etwa „Testmaterial“ zu kommen lassen ?

divi2003: @nubi: recht haste 🙂

CallmeGOD: neoxan: deshlab sind die spiele ja indiziert, also nicht für kinder geeignet…

24-Gamer: Ich verstehe nicht, warum jetzt die Diskussion um Killerspiele entfacht war. Solche Spiele gab es schonv or 10 Jahren, nur mit schlechterer Grafik

Ana aus Oldenburg: Herr Fritz, Ich wünsche Ihnen, dass Sie am eigenen Leib erfahren, wie „wenig“ Gewaltspiele die Jugendlichen gefährden. Ich wünsche mir, dass statt anderer Kinder Ihre Kinder solchen „gewaltlosen“ Jungs begegnen… – Sie werden dann Ihre Meinung sicherlich ändern und statt die Gewaltspiele zu fördern, sie als gefährlich erklären…. Wie blind sind Sie eigentlich??? Wie naiv? Wie korrumpiert? ….

christheanswer: Was sollten eigentlich die immer wieder nur brutalen blutreichen Ausschnitte aus den Videospielen? Ziemlich einseitige Berichterstattung

Killerspielspieler007: Ich bekomm zu viel diese Berichterstattung ist ja einfach der oberhamma sooo schlecht!!!!

Madsteve: ich möchte gleichmal auf eine SEHR GROSSEN FEHLER hinweisen!!! EA-ist KEIN grosser Publisher von „GEWALTSPIELEN“ sondern in der Hauptsache von SPORTSPIELEN!!!

Jürgen Fritz: Das Institut „Spielraum“ hat keinen Forschungsauftrag sondern soll Informationen über alle Forschungen und Erkenntnisse vermitteln.

checkbutton: wie wäre es denn wenn sich weniger bekriegt würde in diesem thema und endlich mal effizient zusammengearbeitet wird? den eltern medienkompetenz vermitteln. außerdem macht ja auch die soziale situation und die Dauer des Spielens einiges aus.

Lakenludwig: Ich spiele seit meinem 12 LJ fast täglich Computerspiele. Heute bin ich 30 Jahre alt. Wie erklären Sie sich, dass ich nach dem Spielen von Kriegsspielen in meinem Unterbewusstsein immer mehr in die Rechte Ecke gerutscht bin. Ich begann während der Spiele Reden von Adolf Hitler zu hören oder hörte Marschmusik aus der Nazizeit.

Tanrek: In dem heutigen Bericht ging es um eine Studie von Auswirkungen von gewaltätigen Spielen auf 12 bis 14 Jährige. Dabei wurden Spiele gezeigt und erwähnt, welche erst ab 16 bzw. 18 freigegeben sind. Wie kann das sein?

xardias: vielleicht sollten dann eltern ein wenig mehr darauf achten was ihre kinder für computerspiele spielen. Warum soll man erwachsenen solche spiele verbieten?

M Kleimann: @Henric01: Als Mitautor der KFN-Studie bin ich natürlich der ansicht, dass unsere Studie wissenschaftlich ernstzunehmen ist. Über einzelne methodologische Aspekte unserer Forchung an dieser Stlle zu diskutieren, wird natürkich etwas schwierig. Wenn Sie konrete Zweifel haben, formuliern Sie diese doch bitte…

Jürgen Fritz: Unsere Forschungen bezogen sich darauf, die Sichtweise von Spielen durch die SPIELER deutlich zu machen, um Verständnisbrücken herzustellen und keine unnützen Kontroversen zu vertiefen.

Frontal21-Moderator: Liebe Chatter! Dies ist ein moderierter Chat! Bitte gedulden Sie sich ein wenig, wir können nicht alle Beiträge gleichzeitig frei schalten!

coldbluice: Warum sind alle die fordern das Killerpsiele verboten werden immer in einem gewissen alter, indem sie nicht mit dem medium aufgewchsen geschwiege denn jemals ein solches spiel gespielt haben und wie kann man sich dann eine Mwinung bilden

Yoshi 256: Wieder mal die typische Hetzjagd gegenüber Computerspielen und absurden Studien von Herrn Pfeiffer

Chrissi5120: Was veranlasst sie dazu von der Community zu reden und Spiele wie San andreas oder besser noch Japanische haudrauf dinger zeigen ?!

RafaelB: Schwachsinn, diese Spiele sind für Kinder mit starkem Bewusstsein für gewaltdinge ohne Bedeutung, davon werden nur die mental schwachen Agressiv!!

Argus8: @Frontal21: Muß man in so einem Beitrag nicht auch erwähnen das Prof. Pfeiffer scharf auf den Job der USK ist? Ich sehe hier einen ideologischen Feldzug gegen ein Hobby das einigen Technik-Feinden und Kulturpessimisten nicht geheuer ist.

cloneMG: Warum ist man offen gegen einer Unterstützung von PC- Spielen der Regierung? Obwohl dies in Frankreich und vielen andern Ländern so ist?

StefanF1112: Wieso wird auf die sogenannten Killerspiele rum gehackt? Die Beispiele die sie in ihrer Sendung gebracht haben , stammen alles von Menschen, für die solche Spiele nicht zu gänglich sein sollte. Ein 18 Jähriger wird durch spielen nicht agressiver

Loooser-CH: mich würde interessieren welche relevanz eine studie von unter 14 jährigen, die in scheinbar schlechten familiären verhältnissen computerspiele, welche wiederrum nur für über 18 jährige freigegeben sind, n7un für die allgemeine spielegemeinschaft hat? oder war dieser beitrag alles in allem wieder einmal eine gute abendunterhaltung und der wohlverdiente aufreger für ein publikum welches vermutlich noch kein einziges spiel dier sorte gesehen hat?

Jürgen Fritz: Es gibt eine ernsthaft Studien von der Forschergruppe von Salisch. Sehr empfehlenswert! Als Buch erhältlich im Kohlhammer Verlag. Ergbenisse eineer Längsschnittstudie mit bemerkenswerten Ergebnissen.

EdinBln: @Silvershadow: deutsche Versionen können einfach über eine für jeden downloadbaren Patch brutaler gestaltet werden

meberz: die gta szene stammt aus der us version, die hier indiziert ist. in der reportage wurd das so dargestellt, als wenn sie hier von jugendlichen gekauft werden könnten. das ist ganz schwacher journalismus

Surion: ich finde die medien betreiben eine hexenjagd…ich sehe keine objektive berichterstattung.

AxelDitter: also diese ewige diskussion k*** mich an … … Groschenromane sind auch Gift für die Jugend!!!! und das radio erst!!! aber Fernseher und Video sind viel schlimmer

Batmanchris: Meiner Meinung nach haben Gewaltspiele nichts mit „Amokläufen“ und ähnlichem zu tun. Ein Computerspiel ist und bleibt ein Spiel. Leute die das im Spiel erlebte ins wahre Leben übertragen sind ganz einfahc nicht ganz dicht. Da stimmt dann meistens schon was im Elternhaus nicht.War echt sauer als ich den Beitrag gesehen haben. Alleine der Nama „Killerspiel“ klingt bei euch so abwertend das man sich aufregen muß!!

Rudolf H Weiß: Auch Erwachsene können durch PC-Killerspiele aggressiver werden, nicht nur Kinder und Jugendliche

kullerhamPster: Sollte es denn nicht der Verantwortung der Eltern obligen, dafür zu Sorgen, was und wie viel der eigene Nachwuchs spielt? Dass es Spiele gibt, die nicht für Kinder gedacht und gemacht sind, ist ja kaum anzuzweifeln.

patrus: ich wundere mich immer das nur leute 60+ oder leute 14- in solchen sachen zu wort kommen

neoxan: CallmeGOD: Und das hindert die Kinder daran sie zu kaufen? Ich glaube nicht! Einfach verbieten die Scheisse.

Deagle50AE: Die Aufgabe der Politik ist es Minderjährigen den Zugang zu Gewalt beinhaltenden PC-Spielen zu verbieten. Die Eltern tragen dabei die Hauptverantwortung!! Guten Abend allerseits

Jürgen Fritz: Korrelationsstudien können statistische Zusammenhänge dastellen und allenfalls Hinweise auf mögliche Kausalitäten. Erst Längsschnittstudien, wie die von Salisch, erlauben Annahmen über Kausalität. Das weiss der Autor der Sendung, hat diese Studien aber nicht berücksicht.

TrollWagh: Eine sehr merkwürdige repotage, dank fronta21 wird meine arbeitsstelle schlecht gemacht, vielen dank an dieser stelle, ältere personen ohne wissen glauben den medien betrügerei noch und das finde ich extremst furchtbar…

zio: Sie bezeichnen ein Institut als unglaubwürdig, da es Gelder von Publisher erhält. Erhalten Sie kein Geld dafür, dass Sie beispielsweise jetzt für frontal21 chatten?

M Kleimann: @AxelDitter: Die Diskussion über Computerspiele ist absolut notwendig. Wie im Übrigen auch die Diskussion üner Groschenromane in der damaligen Zeit gesellschaftlich notwendig war. Da Schlechteste, was dem Medium der Computerspiele passieren kann, ist, einfach die Werbeslogans der Industire nachzubeten und sich nicht kritisch damit auseinanderzusetzen.

karaoah: @ anna : aber daran sind die eltern schuld und nicht die Game industrie

Rudolf H Weiß: Besonders schlimm wirken sich solche Spiele und auch Horror-Gewaltvideos auf die Psyche von Kindernm aus. Hier sind Entwicklungsstörungen, Gewaltsteigerung und beginnendes Suchtverhalten zu beobachten. Dies konnten wir in unserer Studie eindeutig nachweisen.

WPeter: Ich bin 15 Jahre alt und spiele gerne einmal die ein oder andere Runde eines indizierten Spieles. Nun möchte ich gerne meine Meinung zu Ihrem Beitrag in „Frontal21“ loswerden. Ich habe noch nie einen Mitschüler oder jeman den aus meinem näheren Umfeld tätlich angegriffen. Ich weiss nicht ob ich eine Ausnahme bin, jedoch kenne ich ca. 40 – 50 andere Leute, die auch noch keine Gewalt an anderen ausgeübt haben. Nun drängt sich bei mir die Frage auf ob sich da Politik und diverse Magazine nicht da etwas die Finger verbrennen. Es gibt da einen schönen Spruch, den Sie sicher alle kennen: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!“. Es ist zwar sehr hart augdrückt, jedoch beschreibt es den Eindruck den Politiker auf die „Killerspieler“ hinterlassen

bonefiesler: Herr Kleinmann, kommt es Ihnen nicht so vor, dass Herr Pfeiffer sein Institut dazu missbraucht, um seine eigene, kulturpessimistisch geprägte Abgneigung gegen Computerspiele, irgendwie „wisenschaftlich“ zu belegen?

jubijubi: silvershadow hat recht, die szene aus san andreas ist erst in der 18er-version vorhanden. damit hat christian pfeieffer schon mehrfach versucht, auch fachpublikum hinters licht zu führen. einmal hat er sogar szenen gezeigt die erkennbar aus einem download stammten und nicht wie behauptet aus der dt. 16er

ChriBu85: Wo holt sich eigentlich Frontal21 immer diese Testkandidaten her ? Gehen sie dazu auf eine Sonderschule oder auf eine Schule die dem Niveau der Berliner Rütli Schule gleichkommt ? Mir kommt es jedenfalls so vor und das ist sehr traurig.

Yoshi 256: Was ist eigentlich mit den positiven Forschungsergebnissen aus Skandinavien und den USA? Sind die auch alle gekauft?

pawawe: Guten Tag! Ich bin ihrer Meinung, dass Killerspiele Aggressionen noch weiter erhöhren können… Allerdings sind sie nicht der Grund für die Gewalt an sich. Diese sind vor allem in den Familien zu suchen. Warum das ZDF allerdings nie darauf eingeht und eher den einfachen Weg geht verstehe ich leider nicht. Ich wünsche mir lieber einmal einen Beitrag über vernachlässigte Kinder in Schule & Familie.

Jürgen Fritz: Die Eltern sind in einer schwierigen Situation. Sie sehen in den Spielen etwas anderes als die Spieler. Sie rahmen das Geschehen auf dem Hintergrund ihrer Erfahrungen. Sie sind häufig keine Spieler und haben daher Schwierigkeiten zu verstehen, was ihre Kinder sehen, wie sie es verstehen und was für sie bedeutsam ist.

Foerdersumpf: Sehr geehrter Herr Kleimann. Leider ist ja ihr Chef hier nicht selbst angetreten. Wie kommentieren Sie die Forderung die USK abzuschaffen? Kritiker sind der Meinung das damit lediglich die Finanzierung ihres Institutes zusätzlich gesichert werden soll.

CaptainJackow: Solche Späße werden von Frontal21 Redakteuren ernst genommen, Lakenludwig.

AxelDitter: Ist der Redakteur des beitrages hier? Welchen Hintergrund hat dieser/e?????

Rainer Fromm: Guten abend, noch einmal: Die GTA-Version ist die deutsche Fassung !

Frontal21-Moderator: Ja, der Autor Rainer Fromm ist anwsend! Sie können ihm Fragen stellen!

M Kleimann: @bonefiesler: Die Meinungen unseres Institutsdirektors sind mit Sicherheit nicht kulturpessimistisch. Und da ich selbst Mitarbeiter und Mitautor der Studie bin, verwehre ich mich gegen den Vorwurf, mich von irgend jemandem missbrauchen zu lassen.

Draco1985m: @Tanrek: Das ist doch das Problem. Wenn ich eine Zigarettenschachtel kaufe (mit 21 Jahren), dann werd ich kontrolliert. Bei einem Spiel ab 18 nicht. Selbst erlebt…

Matzju: Ich bin zwar gerade erst 24, frage mich aber dennoch, ob die ganz „normalen“ täglichen Nachrichten nicht die gleichen „Schäden“ bei Kindern hervorrufen können. Immerhin sind diese Bilder REAL und sehen auch nicht besser aus.

Loooser-CH: desweiteren würde interessieren welche relevanz die wirkung von gewaltdarstellung im fernsehen innerhalb dieser studie spielten, oder ob diese keinen einfluss nahmen

Tanrek: @J.Fritz: Zitat: die Sichtweise von Spielen durch die SPIELER deutlich zu machen

Jürgen Fritz: Die Ursache von offener Gewalt ist sehr vielschichtig. Siehe auch den Beitrag in Frontal21 über die Ausschreitungen . Die Computerspiele können allen Aggressionskreisläufe verstärken.

Tsume78: Gewaltspiele sind nicht für Kinder gedacht! Das ist Fakt. Wenn diese Spiele in Kinderhände geraten versagen meiner Meinung nach die Eltern, die ihren Kindern solche Spiele entweder zugänglich machen bzw. sich überhaupt nicht dafür interessieren, was ihre Kinder am PC so tun.

Rudolf H Weiß: Ich kenne in meinewr Praxis so viele Fälle, bei denen es in der Familie zu Eclat kam, die Mutter in letzter Verzweiflung den PC aus dem Fenster schmiss: Warum: Schulversagen, keine Lerninzteresse mehr, Entfremdung von der Natur und vom eigenen Körper bei ihrem Jungen. Er spielte am Schluß täglich 6-7 Std am PC

Rainer Fromm: Zu Kleimann, guten abend. Ich denke auch, das die Präsentation wissenschaftlicher Forschuzng nicht Gegenstand von Kulturpessimismus sind. Das sollte alle Gamer interessieren

Stefanowitsch: in Deutschland werden Medien,besonders Computerspiele schon genug zensiert,ich bestelle meine Spiele aus dem Ausland,die sind wenigstens uncut,auf solche Konsorten und Volksbelüger wie Beckstein,Stoiber und Co kann ich verzichten

mrzzzzzz: Ich spiele seit meinem 10. Lebensjahr „Killerspiele“ und zwar ausschließlich, nun bin ich über 18. Spiele also schon seit 9Jahren „Killerspiele“ und war noch nicht einmal in eine Schlägerei oder Gewalttat verwickelt (das betrifft meinen kompletten Freundeskreis genauso). Wie erklärt man sich das da, laut Frontal21, alle sofort und blitzartig zu potentiellen Amokläufer und Hooligans mutieren!

RafaelB: @Jürgen Fritz: Haben sie so ein Spiel selber schoneinmal gespielt?????

Rainer Fromm: Zu Tsume 78: Leider sind es aber Kinder, die immer wieder Gewaltspiele spielen ! Hier greift der Jugendschutz extrem mangelhaft !

schebumm: ich finde diese studien nicht seh passend, es ist nämlich so, ich spreche aus erfahrung, das die meisten so genannten „killerspiele“ nich nur vom morden handeln. es geht dabei nämlich auch zb um taktik, das gehirn wird dabei auch gefördert wie zb die genaue koordination der hand, um die maus zu steuern. aber auch ist es so, das die meisten fakten falsch dargestellt werden. das beste beispiel gerade in der sendung. das spiel „GTA San Andreas“ ist in deutschland ab 16 jahren freigegeben, korrekt, aber die ausschnitte, die gezeigt wurden, stammen aus der amerikanischen version, da in der deutschen nicht so viel blut fließt, und, meinen informationen nach ist die amerikanische version in deutschland erst ab 18 freigegeben. somit wird die gesamte bevölkerung einfach so eingestimmt, das sie gegen diese „killerspiele“ sein soll. und die spiele allein in denen es um gewalt geht sind es auch nicht. es ist so, das auch das elternhaus und andere umstände was damit zu tun haben. aber auch gibt es älle, wo jugendliche durchdrehen, obwohl sie zb „final fantasy“ gespielt haben, und diese spiel ist ab 12 freigegeben, also, wenn die „kilelrspiele“ verboten werden sollen, dann sollte man direkt über ein gesamtes spielverbot nachdenken

M Kleimann: @Foerdersumpf: Herr Pfeiffer hat NICHT die Abschaffung der USK gefordert, sondern deren grundlegende Reform. Ein Gremium wie die USK ist bitter notwendig, allerdings muss es auch gut und effektiv arbeiten. Das sieht Herr Pfeifer, der im Übrigen im Urlaub ist und deshlab nicht teilnehmen kann, ganz genau so.

Siggi Schmitz: Ich ver stehe nicht, warum die Studie von Prof. Pfeiffer als richtig dargestellt wurde während die Studien der FH Köln als tendeziös dargestellt wurde. Ich habe selbst erlebt, wie hassverzerrt das Bild ist, das Prof: Pfeiffer über Computerspiele verbreitet.

Rainer Fromm: mrzzzzz: Es sagt niemand das alle Gamer brutal werden ! Es gibt aber leider bei einem Teil der Vielspieler sehr negative Wirkungen

HupfderFloh: Verstehe ich es richtig, dass Ihre Studien lediglich eine Korrelation zwischen Spielekonsum und Gewaltbereitschaft herstellen? Wurden auch die Relevanz im Vergleich zu anderen Faktoren (prügelndes Elternhaus, Verwahrlosung) oder eine tatsächliche Ursache-Wirkungs-Beziehung untersucht?

M Kleimann: @Rainer Fromm und Rudolf H Weiß: Guten Abend!

neoxan: Das ist hier ja mal wieder total typisch. Die Leute im Chat hier sind wahrscheinlich selbst alle Killerspiel-Spieler und versuchen deshalb alle ihre Anti-Haltung durchzusetzen. Das finde ich grundsätzlich nicht richtig. Denkt doch bitte an die Kinder!

Lakenludwig: @coldbluice: Hallo, ich bin mit diesen Spielen aufgewachsen und spiele sie heute noch aber was da teilweise auf den markt kommt gehört wirklich verboten. ich bin eines der exemplare die laut deiner aussage es nicht gitbt

M Kleimann: @ Prof Firt: Ihen natürlich ebenso!

cornygreiz: ich spiele sogenannte „killerspiele“ auch seit dem ich 14 ca.bin, damals in geselliger runde mit freuden,counter strike gespielt und vielleicht ein wenig unreal tournament!mittlerweile habe ich far cry,half life und ähnliche gespielt und merke bisher noch nicht,dass ein größeres gewaltpotential in mir angestiegen ist, genauso wenig wie bei meinen freunden! meiner meinung nach ist es nicht notwendig „killerspiele“ zu verbieten sondern notwendiger, auf die kinder aufzupassen, die zu hasue geschlagen werden oder sonstwo unfair behandelt werden oder worden sind, da diese wohl als einzige gruppe anfällig dafür ist dann selbst gewalt anzurufen

M Kleimann: Fritz, entschuldigung!

Salvathras: Natürlich „sollten“ bestimmte Spiele für Minderjährige nicht zugänglich sein. Fakt ist dass diese trotzdem problemlos zu erhalten sind. Wer etwas anderes behauptet hat keine Ahnung.

Catabu: Von wem wurde eigentlich die Tübinger Studie finanziert?

zio: RafaelB ich verstehe deine Empörung aber genau solche unqualifizierten Beiträge sind es, die dem Image der Spielergemeinde schaden.

JinRoh3181: @ EdinBln: da muss man aber auch wissen wo man die bekommt

Rainer Fromm: An HupfderFloh: In Studien wurden auch Elternhaus, Peergroups etc … untersucht ! Leider sind Gewaltcomputerspiele ein eigenständiger Risikofaktor !

Schülerzeitungschefredakteur: Herr Fritz, fühlen Sie sich denn noch gut wenn Ihnen so viele ( berechtigte ) Vorwürfe gemacht werden?

schattenlilie: internet killed the video star :X

clupuser: Herr Fritz, wirken sich Gewaltspiele stärker aus als Gewaltfilme oder Gewaltliteratur?

jubijubi: @EdinBln: heißt das, dass mercedes haftbar dafür ist, wenn jemand in einem auto der marke einen banküberfal begeht?

Meinolf68: Spiele, bei denen Taktik nd GEschick im Vordergrund steht als „Killerspiele“ zu titulieren, hat in meinen augen nichts mit seriösem journalismus zu tun. Wie stehen Sie zu diesem Begriff, Herr Fritz?

Rainer Fromm: Zio: Warum schadet Aufklärung der Spielergemeinde ?? Es ging nicht um die Gamer. Mich sorgen die Überidentifikationen

Jürgen Fritz: Die Vorwürfe sind nicht berechtigt.

Silverhair: @M.Kleimann: Warum umfassen die Studien keine wirklichen Gewalttaten die von den Befragten – egal aus welcher Studie. Mir erscheint es als würde höchst unwissenschaftlich hier prinziell ein Gewalttätigkeitlevel unterstellt, der vollkommen abgeghoben von der wirklichen Gewalttätigkeit ist?

RamRod0815: Ich finde es immer wieder erschreckend wie sehr sich immer wieder Politiker und Eltern hinstellen und alle Probleme auf andere Abwälzen anstatt sie selbst zu lösen. Ich habe auch bereits mit 15 DukeNukem oder Doom gespielt hatte aber eine Mutter die nur Halbtags arbeitete und mir meinen Spielkonsum dadurch auf 1-2h täglich eingegrenzt hat und dafür gesorgt hat, dass ich mich auch noch anderweitig beschäftige. Wenn ich natürlich heute einen 14 Jährigen Tage und Nächte durchspielen lasse, brauche ich mich auch hinterher nicht zu wundern…

Rudolf H Weiß: Von bestimmten Medienpädagogen, die der Medienindustrie sehr nahestehen wird immer wieder-wie schon vor 20 Jahren behauptet-das schadet nichts, Verbote steigern bloß die Neugierde und die Jugend brauche ein eigenes Refugium. Bewiesen ist aber, dass Verbote sehr wohl etwas nützen und den Konsum reduzieren. Die gilt sowohl für die Killerspiele als auch für die vielen Gewaltfilme im privaten TV. Deshalb gebe ich solchen Politikern recht, nach schärferen Zensuren als die derzeit von der USK prktizierte zu rufen.

Rainer Fromm: Jubijubi: Das ist bitte nicht der Ernst oder ?? Mercedes läd seine Autos nicht ideologisch und mit Hass-Botschaften auf !

Jürgen Fritz: Der Begriff „Killerspiel“ ist polemisch und unsachlich und verschärft die Kontroverse, schafft allenfalls populistischen Mehrwert ohne Erkenntnisse einzubinden.

Frontal21-Moderator: Liebe Chatter! Dieser Chat ist moderiert! Bitte gedulden Sie sich ein wenig, bis Ihre Beiträge frei geschaltet werden! Danke!

M Kleimann: @Silverhair: Unsere Studien versuchen, reale Gewalttätigkeit zu erfassen, indem sie ganz konkrete Gewalttaten im letzten Jahr vor der Befragung sehr detailliert abfragen

Draco1985m: @EditBln: Und an diese Patches kämen Kinder nicht ran, wenn man den Eltern endlich mal beibringen würde, ihre PCs vernünftig abzudichten. Dazu gehört auch ein Filter für gewisse Webseiten, auf denen solche Patches zu finden sind.

24-Gamer: Ich werde eher aggressiv, wenn ich nicht spielen kann

Anonymisiert: Ich mache mir ernstahft sorgen, wenn ich diese Art Berichterstattung sehe. Die Regierung will mit absolut Fragwürdigen Argumenten Computerspiele verbieten, weil man an einer wirklichen Lösung nicht interessiert ist. Frontal 21 unterstützt das ganze mit diesem Beitrag leider noch. Blickt man beispielsweise einmal ins Soziale Umfeld gealtbereiter Jugendlicher wird einem klar, dass die Computerspiele nichts damit zutun haben. Schade, dass Frontal 21 nicht in der lage ist, in diese Richtung zu Berichten!

Michael426: ich würde gerne mal wissen wieviel menschen sie getestet haben und aus welchen sozialen schichten die kommen desweitern ob die tester schon mal was mit spielen zutun hatten oder nicht

Rainer Fromm: Draco1985m: Natürlich sind die Eltern auch in der Verantwortung. Warum muss man aber mit Menschenverachtung Geld machen ???

zio: neoxan totalitäre diktatur oder wie?

christheanswer: also ich finde Gewaltspiele bauen eher Stress ab, als das Gegenteil, außerdem kann man sowas doch nicht verallgemeinern

S Holler: Ich bin der meinung dass durch die fsk und die usk den eltern nur verantwortung genommen wird

Maj0rDann0r: wurde in den herangezogenen wissenschaftlichen studien eine korrelation oder ein direkter kausaler bezug von virtueller und realer gewalt festgestellt?

Tsume78: @edinbln: ob das so einfach istm lasse ich mal dahingestellt. Fakt ist, dass es spezielle Versionen von Spielen in Deutschland gibt. Das hat doch einen Grund, oder? D.h. alle Manipulationen der Spiele via der Patches ist sowieso illegal, da vom Copyright-Inhaber nicht gewollt

M Kleimann: Ich möchte im Übrigen Herrn Fritz darin zustimmen, dass der Begriff der „Killerspiele“, obwohl er im Einzelfall absolut berechtigt ist, nicht im wissenschaftlichen Diskurs verwendet werden sollte, da er inzwischen derart aufgeladen ist, dass eine Diskussion kaum mehr zustande kommt.

CallmeGOD: Herr Weiß: Auch Erwachsene können durch das Putzen ihres Auto aggressiv werden, nicht nur Kinder. Was ist das für eine Aussage? Ich bitte Sie.

Foerdersumpf: @Frontal21: Warum wurde eine Studie die lediglich eine Je Desto Wahrscheinlichkeit feststellt nicht sauber in Statistik und Interpetation getrennt. Sicherlich wird sich auch eine Korrelation zwischen Armut und Deliquenz und damit auch zwischen „Leben unter Stromleitungen“ herstellen lassen. Also führt „Leben unter Stromleitungen“ zur Deliquenz. *Lach*

Rainer Fromm: Michael426: Es wurden in der KFN Studie knapp 19000 Menschen getestet, in amerikanischen Metastudien tausende verglichen. Die Übergänge Gewaltmedien-Gewaltverhalten lassen sich kaum noch wissenschaftlich leugnen

Jürgen Fritz: Spiele wirken nicht monokausal. Spieler wählen die Spiele nach ihren Interessen. Dabei stehen bei Kindern die Eltern in der Verantwortung, gemeinsam mit ihren Kindern im Gespräch über die Spiele zu bleiben.

Matzju: Richtig deagle50AE!! Wie auch die Erziehung die ja heutzutage auch gerne auf die Leher in den Schulen abgeschoben wird. Wieviele Eltern wissen denn noch, was ihre Kinder spielen?

Bomberman: @Herr Weiß: Können Sie Belege bzw. Studien nenne, bei denen eine Gewaltsteigerung durch Computerspiele bei erwachsenen Personen festgestellt wurde? Wie wurde dies gemessen?

Rudolf H Weiß: zum 24-Gamer: hier ist schon eine höhere Stufe von Abhängigkeitsverhalten vorhanden. Wenn das Suchtmittel ausbleibt entstehen Entzugserscheinungen, die wie bei einem Alkoholiker zu aggressiven Verhaltensweisen führt.

cythux: Frage mich ob dieser Prof. für seine Aussagen Geld von Frontal21 bekommen hat

M Kleimann: @Maj0rDan=r: Die von uns zitierte Studie ist eine Korrelationsstudie. Es liegen allerdings inzwischen auch Längsschnittstudien vor, die unsere Ergebnisse stützen können.

sTickup: Sehr interessant das in einem Beitrag über gewaltverherrlichende Spiele der Publisher gezeigt wird der zu 90% Sportspiele vertreibt. Warum wird nicht erwähnt das es meines Wissens und meiner Erfahrungen nie, wirklich nie auf Lans mit Spielen wie Quake 3 (nicht Arena) zu irgendwelchen Gewalttätigen Ausschreitungen kommt. Ich meine das Game ist indiziert die Leute müssten doch ausflippen wenn sie verlieren. Aber soweit ich weiss gab es auf Lans nie Tote…

Rainer Fromm: Herr Fritz, guten abend, natürlich wirken Spiele nicht monokausal. Extrem brutale Spiele wirken aber auf Problemgruppen risikosteigernd ! Die KKatarsisthese gilt als wiederlegt !

JinRoh3181: @ neoxan: warum verbieten? auch die filme oder wie – filme sind doch kunst?! wir können ja auch gleich den krieg verbeiten – es wird sich keine sau dran halten und wir werden uns immer noch im echten leben umbringen

stormnoid: @neoxan: Diese sogenannten Killerspiele sind auch nicht für Kinder geeignet. Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Aber als mündiger Bürger im Alter von 30 Jahren, denke ich selbst entscheiden zu können, was ich spiele. Ich spiele nun seit ca. 20 Jahren mit Leidenschaft. Ich gehe einem normalen Beruf, habe studiert und will mich als bekennender Zocker nicht immer in der BUH-Rolle verteidigen müssen. Um das Problem zu lösen, müssten sämtliche für Erwachsene gedachte Medien auf den Index gesetzt werden. …und ich bin mir sicher, dass andere „jugendgefährdente“ Medien durch die Berichterstatter selbst konsumiert werden. Und zu EA als Publisher: EA ist in erster Linie bekannt für seine guten Sportspiele.

Jürgen Fritz: Es sind Korrelationen. Sie sagen nichts über Kausalitäten. Die Gründe für aggressives Verhalten sind sehr vielschichtig. Es kommt auf den Einzelfall an. Natürlich können gewalthaltige Spiele die aggressiven neigungen verstärken.

AAA101: Ich habe eine kurze frage wer finanziert die Studeien/Nachforschungen von Herrn Pfeiffer?

Rudolf H Weiß: Wenn Sie mich frage: ich abe für meinen Beitrag vom ZDF keinen Cent erhalten. Ich bin freier Wissenschaftler und von niemendem abhängig.

Mariken: Schon vor Jahren konnte man in der ZEIT lesen, dass Videospiele von den US Militärpsychologen entwickelt worden, um Soldaten zu trainieren. Es hat sich herausgestellt, dass diese nach diesem „Training“ mit Videospielen mehr Menschen erschossen als ohne das Training. Gewaltspiele setzen die Hemmschwelle zum Quälen und Töten herab. Allein das sollte doch reichen, um Spiele bei denen virtuelle Menschen grausam umgebracht werden, zu verbieten. Ein Verbot zeigt, dass die GEsellschaft etwas ablehnt, auch wenn es den Konsum nicht wesentlich beeinträchtigen würde.

RamRod0815: @ Herr Kleimann: Sie haben noch immer nicht geantwortet, ob Sie denn Einfluß bzw. den Aufbau des Elternhauses in Ihrer Studie berücksichtigt haben. Gibt es eine Möglichkeit sich diese Studie mal anzusehen???

Jakob Reiche: Ich denke, dass man nicht alles auf den Sündenbock „Killerspiel“ schieben kann. Denn meist sind die sozialen Umstände schuld an der Konstitution der Kinder und Jugendlichen. Vor allem sollte es doch Aufgabe der Eltern sein, die Jugend vor „Gewalttätitg“ zu schützen. Außerdem – pseudomäßige Erhebungen spiegeln keineswegs die tatsächliche Wirklichkeit wider. Ich habe in meinem Leben noch nie einen Menschen erlebt, der ernsthaft zu sog. „Gewaltexzessen“ wegen PC-Spielen angeregt wurde.

Rainer Fromm: JinRoh3181: Ich stehe auch der Verbotsdiskussion bei den meisten Titeln sehr, sehr kritisch gegenüber. Halte aber Indizierungen für sinnvoll. Warum muss man mit Hatz, Kriegstreiberei, Sexismus und Menschenverachtung bei Jugendlichen Millionen scheffeln dürfen

yoda1138: @ Rudolf H Weiß: Sollte man bei dieser Aussage nicht auch angeben wie lange diese Aggresivität anhält? Wenn sie nur vorrübergehend während des Spielens auftritt sehe ich kein problem darinnen, das wäre ungefähr das selbe wie wenn man einen Film anschaut.

cloneMG: Herr Kleinmann, wäre nicht eine scharfe Kontrolle besser, als ein Verbot? Denn für Erwachsene SIND sie höchstens so schadent, wie Filme, und die kan nauch jeder Kaufen…

Silvershadow~: Gibt es denn schon Lanzgzeitstudien, die ihre thesen bestätigen?

meberz: die ganze diskussion erinnert mich an „bowling for columbine“, man sucht für gesellschaftliche probleme sündenböcke, hat man den z.b. auch mal untersucht wieviele von den 25-35% gewalttätigen jugendlichen z.b. saufende und arbeitslose eltern haben? könnte es nicht auch daran liegen? aber es ist ja einfacher, pc spielen die schuld zu geben als auf gesellschaftliche probleme einzugehen

Tsume78: @ M Kleinmann: Glauben sie mir, dass sich die Spieler-Comunities gerade aufgrund ihrer undiferenzierter und unqualifizierter Berichte mehr denn je damit auseinandersetzen.

Rainer Fromm: Jakob Reiche: Der Film hatte nichts mit Sündenbockdenken zu tun. Warum akzeptieren sie keine wissenschaftlichen Erkenntnisse als Anstoß einer Diskussion sondern sehen eine Beleidigung

eliteattack: @Kleimann SIe wissen, dass herr Schünemann in einem früheren ZDF Beitrag gesagt hat, dass er durch das KFN die Gewaltwirkung von Spielen nachweisen will!! SIe sind nicht unabhängig!!!!!

jubijubi: @jürgen fritz: warum ist pfeiffer so populär? weil er einfach antworten auf komplizierte sachverhalte bietet. ob sie richtig sind oder nicht spielt keine rolle. deshalb mögen ihn die innen- und kultusminister auch so, denn mit komplizierten zusammenhängen wollen sie sich nicht befassen. ein verbot ist immer einfach als verantwortung zu übernehmen

KlausGünther: Mal eine ganz andere Frage, ist Werner Glogauer eigentlich gestorben, oder warum hört man eigentlich nur noch den Pfeiffer überall nach Verboten schreihen?

Rainer Fromm: Silvershadow: Die Studie von Hopf, Weiss und Huber ist eine Langzeitstudie die exakt diese Folgen bestätigt !

Jürgen Fritz: Man sollte unterscheiden: Spiele, die zur Unterhaltung dienen und bei denen den Spielern klar ist, dass ein Transfer in die reale Welt absolut „daneben“ ist und solchen, als „Serious Games“ bezeichneten spielen, die dazu dienen, für SOLDATEN Kriegshandlungen zu trinieren, um reales Blut zu „sparen“.

kullerhamPster: @Rudolf H Weiß: Und was soll man daraus folgern? Dass solche Spiele generell verboten werden müssen?

Ana aus Oldenburg: Und ich kenne jemanden, der sehr wohl nach dem Spielen solcher Spiele immer brutaler wurde…

M Kleimann: @AAA101: Unsere Studie wurde finanziert von Dritmitteln der Volkswagenstiftung, einer sehr angesehenen Stiftung der Wissenschaftsfoerderung, ferner von der Landesmedienanstalt Niedersachsen, einer Präventionsstelle der Polizei, den 11 teilnehmden Kommunen und vom KFN selbst. Einen Teil hat auch der Land Thüringen finanziert. Sollte ich jetzt einen Geldgeber vergessen haben, möge er es mir nachsehen.

Tanrek: @ M Kleinmann: Die Diskussion über Computerspiele ist absolut notwendig. Gegen Diskussion ist ja auch nichts einzuwenden, aber dieser Bericht war reine Hetze…

Stefanowitsch: ich finde die USK macht recht gute Arbeit,leider sieht es ja die BPjM anders und verhängt Schnittauflagen bei Spielen,sowas müsste verboten werden,diese ganze deutsche Zensur unter Vorwand des Jugendschutzes!!

Schülerzeitungschefredakteur: Ich glaube, dass Die Medien diese Sache einfach INSGESAMT zu hoch pushen…

lautsprecher: einerseits wird gefordert, dass wissenschaft drittmittel einbringt, andererseits beschuldigt man sie dann, dass die ergebnisse gekauft sind. ganz ehrlich: wenn die ergebnisse gekauft sind, haben diese „forscher“ in der wissenschaft nichts zu suchen. das gilt aber für beide seiten: ich wüsste gerne mehr über die gesellschaftliche verortung der gegner.

Catabu: @Rudolf H Weiß: Horror-Gewaltvideos gehören eben so wenig in Kinderhände wie Spiele ohne Jugendfreigabe.

CallmeGOD: neoxan: Was haben die Kinder damit zu tun? Erstmal kommt wohl der Ladenbetreiber der sich strafbar macht und dann die Eltern der Kinder die es zulassen. Schon mal was davon gehört. Dein Vorschlag ist doch genau so dämlich. „Einfach verbieten“, dann bestell ich halt im Nachbarland. Wer will mich hindern?

747stranger: Wieder einmal ein gewohnt subjektiver Beitrag der öffentlich rechtlichen investigativen Magazine. Wie ich bereits im Panorama-Forum bemerkt habe, ist diese Szene aus GTA: San Andreas nicht aus der deutschen Version, die ab 16 Jahren eingestuft ist. Nur mal so nebenbei. In der deutschen Version spritzt kein Blut. Desweiteren spiele ich seit meinem 14. Lebensjahr auch so genannte Killerspiele. Ich bin mittlerweile 21, studiere recht erfolgreich und bin, so glaube ich, ein sehr friedfertiger Mensch. Eine gewaltfördernde Wirkung konnte ich nicht feststellen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich habe medienkompetente Eltern. Ich durfte Kontakt mit den „verbotenen“, reizvollen Spielen haben. Mir wurde aber dabei oft deutlich gemacht, dass diese Spiele Fantasiegebilde wie Schwarzenegger- oder Rambo-Filme sind. Desweiteren wird bei jedem Beitrag über Computerspiele die gesamte Industrie als gewaltverherrlichende Sonderlinge dargestellt. Verschwiegen wird, das Spiele wie die Sims oder Rollenspiele wie World of Warcraft einen weitaus höreren Erfolg haben. Ich fühle mich durch solche Berichte immer wieder in meiner Ehre als Spieler gekränkt.

Rainer Fromm: Stefanowitsch: Wieso sprechen sie von deutscher Zensur im Vorwand des Jugendschutzes. Hier stehen Rechtsgüter gegeneinander und auch Minderjährige haben ein Schutzrecht vor üblen Einflüssen durch den Staat

Gregorr: Die Erziehungsberechtigen sind die Einzigen die wirklich Einfluss darauf nehmen können, was ihre Kinder tun. Ein Verbot kann und wird hier nicht weiterhelfen. Damit würde nur das illegale Herunterladen dieser Spiele provoziert werden.

Rudolf H Weiß: zu Yoda1138: leider ist in vielen Fällen zu beobachten, dass während des Spielens zwar vom User eine gewisse Erleichterung verspürt wird, weil „ich mir meinen Frust von der Seele schießen kann“, aber es gibt etliche Fälle, wo diese vermeintliche Karthasis später in einem Gewaltrausch ausufern kann.

Jürgen Fritz: Es gibt einen Abschlussbericht des Hans-Bredow-Instituts (siehe Website). Dort wird die gesamte Diskussion sinnvoll zusammen gefasst und abschließend gewürdigt. Bei Interesse die Website aufsuchen und alle Expertisen lesen. Das versachlicht.

PepeLM: Ich frage mich leider auch warum sie leider immer so einseitig berichten müssen, bei ca. 50% Prozent meiner Bekannten hat ihr Magazin hohes ansehen, leider muss ich inzwischen einsehen das ihre Berichterstattung nur nach Aufmachern sucht, ich arbeitete schon in sehr jungen Jahren in einem Fachgeschäft für Videospiele, und kann nur sagen das meine EX Kunden eher die wahren die Opfer der Gewalt werden, als die jenigen die sie Ausüben, das waren eher Freunde von Autos, Alkohol und ähnlichen die im Rahmen ihres Lebensstils WENN sie Videospiele nutzten zu Gewaltspielen griffen, was nichts daran ändert das der Standard Spieler gerne Gewalt über dieses Medium konsumiert, Im „Real Life“ aber meiste eher Opfer als Täter ist, und auch als Opfer Gewalt eher ablehnt.

KanarZkun: an Frontal 21… der Beitrag war doch nicht unvoreingenommen oder? Sie hätten auch die Kritik erwähnen sollen die Pfeifer und seine Studien von vielen Experten immer wieder bekommt.

Rainer Fromm: 747stranger: Noch einmal – ich habe mein GTA SPiel im deutschen handel gekauft !! All die blutigen Szenen sind Bestandteil dieser Fassung ! Haben Sie selbst je GTA gespielt ?????

meberz: herr fromm, nein, das stimmt nicht. die dt version ist definitv OHNE blut

RafaelB: Frage: an F21 und Rainer Fromm: Haben sie solche Spiele selber schonmal gespielt???

M Kleimann: @Tanrek: Warum war dieser Bericht eine Hetze? Ich gebe Ihnen natürlich insofern recht, dass es einfacher wäre, wissenschaftlich zu diskutieren, wenn die Industrie anfangen würde, ernstzunehmende Wirkungsstudien zu finanzieren, damit wir auch mit der Industrieseite wissenschaftlich diskutieren können.

Catabu: @Rainer Fromm: Nein ist sie nicht. Das ist offentsichtlich

Silverhair: @Rudolf H Weiß: Konnten Sie auch nachweisen wie gross die Gewaltbereitschaft, die Entwicklungsstörungen , die Suchtgefahr bei Jugendlichen/Erwachesen – ist – die stink normal ohne Computerspiele in dieser Gesellschaft leben müssen, unter Harz IV , unter mangelder Ausbildung, geld – Arbeit?

coldbluice: ich hab die deutsche version auf ps2 und dort exestieren solche szenen nicht

Rainer Fromm: An RafaelB: Ich habe alle im SPiel gezeigten Spiele selbst gespielt !!!

Jürgen Fritz: Ich denke, dass es verfehlt ist, der Industrie Forschungsaufgaben in Hinblick auf Wirkungsstudien anzusinnen.

philkopter: @WPeter Es geht nicht darum, dass alle Spieler von solchen Spielen gewalttätig werden. Es geht um die allgemeine Haltung zu Gewalt. Und die ist mit SIcherheit verändert durch solce Spiele

JinRoh3181: @Jürgen Fritz: die eltern kaufen aber die speile mit dem P18 aufkläber und der ist rot! da solte man schon mal nachdenken als eltern

Rudolf H Weiß: In der Philosophie des Bredow Instituts heißt es jedenfalls anders: dort kann man von einer vorgefassten Meinung im Sinne einer Verharmlosung lesen. Deshalb erwarte ich mir von dort keine wirklich objektive Beurteilung.

Rainer Fromm: An Coldbluice – sorry, das kann nicht sein. Dann würden Großmärkte in Deutschland die US-Fassung verkaufen was nicht glaubwürdig ist. Noch einmal: Wir reden von GTA San Andreas

yoda1138: @ Fromm: Richtig es ist die deutsche Version jedoch wurde sie so manipuliert das sie der US-Version entspricht, was nicht der Sinn der Sache ist. In der käuflich erwerbbaren deutschen Version spritzt kein Blut.

sTickup: Definitiv ist diese GTA San Andreas version _nicht_ die dt. Fassung da man dort einen Menschen ohne Blutpatch nicht so töten kann!!! Versuchen sie nicht Spieler die jeden Tag Spiele konsumieren hinters Licht zu führen, das kann nicht funktionieren

tontechniker: @Fritz: Die Eltern haben doch außerhalb des Computers auch die Aufgabe ihre Kinder zu erziehen, wenn sie das schaffen dann sollten sie doch erkennen können, dass solche Computerspiele nicht umbedingt förderlich sind.

christheanswer: Schauen sie doch mal ins EU-ausland, da gibt es keine Indizierungen und die Kinder sind auch nicht gewalttätiger

Rainer Fromm: sTickup: Noch einmal: Ich spreche von meiner in Deutschland gekauften Version. Sorry, da rücke ich nicht von ab !

rvL eXile: Nur mal ne kleine Frage zum Thema, gerade eben wurden die Amokläufe angeschnitten, und sie Herr Fritz reden die ganze Zeit von einer Studie die die belegen soll… Steht dort auch drin, das die Täter bei den Amokläufen alles „Aussenseiter“ waren und täglich von anderen Mitschülern gehänselt wurden etc?

studentderphysik: Hallo Herr fromm! eine frage an sie wieviel spieler gibt es in Deutschland die killerspiele spielen?????

RudiW: @Jürgen Fritz Bitte? Die armen Eltern sind in einer schwierigen Situation? Wie alt sind diese Eltern? 30? 40 jahre? Und sie haben natürlich absolut keine Ahnung von Videos und Spielen. Komisch, sogar meine Eltern haben drauf geachtet was ich zum spielen bekommen habe, in den 80ern.. Sogar da konnte man sich schon informieren.

Jürgen Fritz: Förderlich für Kinder ist vieles. Den Kindern helfen, die für sie optimale Entfaltung zu finden, ist sicher ein Ziel der Erziehung.

eliteattack: @Fromm: Warum stellen sie in ihren Beiträgen den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität so unscharf heraus?. Sie wissen doch, dass aufgrund von Zusammenhängen noch keine Ursachebeziehung hergestellt werden kann.

M Kleimann: @Rudolf H Weiß und Jürgen Fritz: Der Bericht des Hans-Bredow-Instituts ist eigentlich wirköich eine recht gute Zusammenfassung der Diskussion, er hat nur einen Nachteil: Er ist extrem darauf bedacht, keine Stellung zu beziehen und wirkt dadurch teilweise unnötig politisch korrekt. Die USK kommt allerdings in diesem Bericht nicht gut weg. Vor allem da ncht, wo die Studie des KFN zitiert wird 😉

-havoc-: @Jürgen Fritz: Es gibt eine menge Studien die genau das Gegenteil beweisen, nämlich das Computerspiele nicht gewalttätig machen.

Rainer Fromm: Studentderphysik: Nach einer Studie von Sozioland spielen 45 % der Männer am liebsten Shooter. Ich halte die Zahlen für zu hoch gegriffen. Die Beliebtheit entnehmen Sie den Verkaufssharts. Die Fans von Half Life (nein – ich bin GEGEN eine Indizierung) dürfte in die Millionen gehen !

pawawe: @Jürgen Fritz: Ich meinte damit kein Problem im Verstand der Eltern in Bezug auf die Spiele sondern einfach einmal Zeit für das Kind und seine Probleme zu haben… Das ist das wichtige… Der Rückhalt bei Freunden und Familie. Dann können Speiele noch so gewalttätig sein…

Maj0rDann0r: richtig an der sendung war, dass „gewaltspiele“ teilweise negative, weile gewalttätige handlungsalternativen aufzeigen. dass man auf diese nicht selbst kommen würde halte ich persönlich für aus der luft gegriffen. allein das aufzeigen von handlungsalternativen rechtfertigt meiner meinung nach aber keinesfalls ein verbot

Rudolf H Weiß: Zu Herrn Fritz: nach unseren Recherchen sind 40-60% der Eltern entweder gleichgültig oder z.T. auch ohne klare Richtlinien. Medienkompetenz-Vermittlung stößt deshalb bei diesen Eltern auf Taube Ohren. Leider wird durch das Verharmlosungsgschwätz mancher Wissenschaftleerr eine solche Haltung auch noch gefördert.

meberz: es ist doch ähnlich wie nach erfurt: da wurde steinhäuser zum counterstrike spieler gemacht, obwohl er nicht mal nen internetanschluss hat. wenn er nicht im schützenverein gewesen wäre, hätte er keine waffe gehabt. also: doch besser schützenvereine verbieten

Ana aus Oldenburg: Meine Schüler sind im Stande, jedes verbotene Spiel zu bekommen… Verbieten alleine hilft nicht. Wozu die Spiele herstellen???

cythux: Welches Spiele hat der Autor des Beitrages eigentlich bisher selbst schon mal gespielt

DerCheffe: @Rainer Fromm, Welche Ziele verfolgen Sie, wenn Sie Spielszenen aus indizierten Spielen wie Mortal Kombat in Ihren Beitrag einzuarbeiten?

Jürgen Fritz: Die Ursachen von Gewalttätigkeit sind vielfältig: Entwicklungsaufgaben, häusliches und schulisches Umfeld, Erfolge und Misserfolge, Freundeskreis. Da ließe sich noch viel aufführen. Die Wahl der Computerspiele verstärkt Tendenzen.

Rainer Fromm: eliteattack: Natürlich: Es sind sich gegenseitig verstärkende Momente. Ich empfehle zur Literatur die im Film dokumentierten Studien oder Tillmann (1999), Gentile (2004), Anderson (2002) etc ….

Frontal21-Moderator: Liebe Chatter! Wir moderieren diesen Chat, weil zu viele Chatter dabei sind. Wir danken für Ihr Verständnis, dass es mit dem Freischalten gelegentlich etwas dauert.

Rainer Fromm: Der Cheffe: Das im Film dokumentierte Mortal Kombat Spiel ist USK 18 aber nicht indiziert !!

M Kleimann: @ Rudolf H Weiß: Der Begriff der „Medienkompetenz“ ist durch die häufige Verwendung im Industrie-PR-Sprech leider völlig verbrannt. Ich plädieren für seine Verbannung aus dem wissenschaftlichen Diskurs.

checkbutton: In Sachen Jugendschutz muss ich Herrn Fromm Recht geben. Dieser ist wirklich sehr mangelhaft. Und das sage ich, obwohl ich selber ein „Zocker“ bin.

Peacecamper: Können Sie sich nochmal zu der gezeigten Szene aus dem mir unbekannten Prügelspiel äußern? Welches ist dies? Ob dies hier so erhältlich ist, darüber informiere ich mich selbst. Aber ohne einen Kommentar zu dem Spiel, ob es in Deutschland erlaubt ist, oder nicht, wie es heißt usw. wirkte diese Szene nur reißerisch.

FalkWegweiser: Ich denke das Eltern heute ihre Kinder gerne vor dem Fernseher oder dem Computer Parken. So muß man sich nicht mit seinen Kindern auseinandersetzen wenn man nach 8 Stunden Arbeit nach Hause kommt. In vielen Familien ist dehalb schon keine Kontrolle gegeben. Außerdem denke ich sollten Kinder keinen uneingeschränkten zugriff auf Spielekonsolen und Computer haben wie das in sehr vielen Familien die ich kenne praktiziert wird. Hier wird nicht die Ursache für das Debakel gesucht warum eigentlich nicht?

Rainer Fromm: Peacecamper: Bitte beschreiben Sie mir die Szene, ich gebe Ihnen den Spieltitel

JägermeisterJägermeister: Ich selber kenne einige Personsn die schon im alter von 9 Jahren Killerspiele bzw indizierte Spiele gespielt haben. Und von denen ist keiner gewalttätig, solange er keine Probleme mit Alkohol oder Drogen hat oder sonstige soziale Probleme.

Rudolf H Weiß: Zu Ana aus Oldenburg: Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen: wenn nicht so viel Geld im Spiele wäre, haätte die Politik schon schärfere Gesetze erlassen um die Herstellung solcher menschenverachtender Produkte zu unterbinden

Jürgen Fritz: Kleinmann: Gibt es einen besseren. Wir verwenden Rahmungskompetenz, die Fähigkeit, die Spiele angemessen in Hinblick auf ihre Bedeutung zuordnen zu können.

HupfderFloh: Herr Fromm: dass die USK ein Durchsetzungsproblem hat, berechtigt noch kein Herstellungsverbot oder Verleumdung. Der richtige Umgang mit Alkohol oder Feuer will auch gelernt sein.

Slayer131087: an Stefanowitsch : ich sehe das genauso .. m,an wird hier nur noch als brutaler potentieller killer dargestellt … ich spiele seit dem ich 10 bin und ich laufe immer noch nicht mit der Pumpgun durch den wald

Christerix: @HupfderFloh: Das hängt damit zusammen!

DJMalitia: neoxan:Wie gelangen denn die Kinder an solche Spiele?

Draco1985m: Herr Fromm, wenn der Jugendschutz ihrer Meinung nach nicht greift, dann setzen sie bitte dort an, wo die Kinder solche Spiele herbekommen: Von Händlern (die nicht kontrollieren) und den PCs von Eltern (die nicht genügend abgesichert sind, weil die Eltern davon meist keine Ahnung haben)

Rainer Fromm: Hupf der Floh – also um die USK ging es in diesem Film wirklich nicht

jubijubi: @ rainer fromm: haben sie sich auch einaml mit der arbeit des sozialwissenschaftlichen instituts der heinrich-heine-uni in düsseldorf befasst? dort führt dr. astrid zipfel untersuchungen zur wirkung von gewalthaltigen medien auf kinder und jugendlcieh durch. ihre ergebnisse sind völlig andere als die des kfn – allerdings nicht son medienwirksam spekatulär.

M Kleimann: @Jürgen Fritz: Der Begriff der Rahmungskompetenz ist derart sperrig, dass er für PR-Zwecke recht ungeeignet zu sein scheint. Daher ist er für den wissenschaftlichen Diskurs vielleicht sogar zu gebrauchen 🙂

yoda1138: @ Weiß ich keine in meiner FH auch sehr viele Fälle vom genauen Gegenteil. Wir spielen gerne Shooter und zeigen überdurschnittliche Leistungen im Studium, sind Kommunikativ und vernachlässigen nicht unsere sozialen Kontakte. Hier könnte man auch eine Korrelation zum Spielen von Computerspielen feststellen, wenn man diese Sache nicht exakt analysiert.

Mesh66: @neoxan Kinder sollen ja keine Spiele spielen die über 18 sind!!!!

Rainer Fromm: Drace1985m: Ich denke man sollte Handel, Eltern und Industrie nicht gegenseitig ausspielen. Hier hat jede Institution ihre gesellschaftliche Verantwortung. Spiele die ausschließlich morden und splattern müssen auf den öffentlichen Prüfstand

Madsteve: Ich weis überhaupt nicht warum bei euch in Deutschland das alles so ein Problem darstellt! Wir in Österreich bekommen, Allah sei Dank, spezielle UNGESCHNITTENE Spiele (da auch in deutsch) ABER komischerweise gabs bei uns noch KEINEN Amoklauf! Also wenn man Jugendlichen bzw. Erwachsenen die „Gewalt“ in Videospielen vorenthalten will, MUSS man auch so konsequent sein und auch z.B.: NACHRICHTEN,… zu ZENSIEREN, denn dies ist REALE Gewalt im gegensatz zu „Gewalt“ in Videospielen denn da ist diese VIRTUELL !!!

kullerhamPster: @Rainer Fromm: Das Problem ist bestenfalls, dass beim Kauf von Computerspielen oftmals nicht das Alter kontrolliert wird. Die gezeigten brutalen Spiele sind mehrheitlich ab 18

Rudolf H Weiß: Wir sind nicht das KFN und kommen zu den gleichen Ergebnissen, so wie die meißten seriösen Wissenschaftler.

Catabu: @Rainer Fromm: Nein. Der Jugendschutz ist wirksam. Was nicht wirksam ist, sind die inkonsequenten Händler, die viel schärfer kontrolliert werden müssten und die mangelnde Aufklärung der Eltern (der sie aber auch entgegenwirken mit ihrer einseitigen Darstellung des Themas) Wie rechtfertigen sie eigentlich, dass sie die Aussage der „Gegenseite“ durch einen möglichst brutalen Auschnitt aus Mortal Kombat in die Lächerlichkeit gezogen haben?

keillerkind: @neoxan was bist du denn für ein Fanboy ?? Das war doch eben KEINE unabhängige Berichterstattung… die meisten Szenen wurden vom Panorama Bericht GEKLAUT!

Rainer Fromm: Denke schon, dass ich einen Überblick über die Studienlandschaft habe

Anonymisiert: Das Problem ist in meinen Augen, dass Taten wie Amokläufe die Auswirkung eines Computerspiels sein sollen. Wie erklärt man bitte die Tatsache, dass es heute nicht mehr Amokläufe gibt, als zu Zeiten, wo es keine Computerspiele, und sogar kaum andere Digitale Medien gab?

Jürgen Fritz: Hinter der ganzen Kontroverse um Shooter-Games steckt ein handfestes gesellschaftliches Problem. Die Weltgesellschaft schickt sich an, virtuelle Räume zu schaffen, in ihnen zu leben, zu arbeiten, .. Das macht Angst – insbesondere für die bisherigen Eliten, die noch keinen für Sie angemessen Zugangn zu den Welten gefunden haben.

tontechniker: @Rainer Fromm: Risikofaktor für Gewalt?

Rainer Fromm: Catabu: Wenn Spiele wie Backyard Wrestling oder San Andreas eine USK 18 bekommen oder Sniper Elite ein Alterskennzeichen, dann stimmt dsoch etwas nicht ?

MariusR: Die USK sollte sich mal ein Beispiel an der BBFC aus England nehmen(u.a. meine Bezugsquelle). Da bekommt man all die schönen Killerspiele ab 15

Loooser-CH: an herrn fromm: rechtfertigt eine so kleine minderheit von meschen die psychisch durch computerspiele beinträchtigt werden dazu aus den beitrag flächendeckend auf alle spieler zu projezieren?

ter Haseborg: @Jürgen Fritz: Unterstütze ihre Meinung Bestes Beispiel ist der agressive Beitrag von WPeter, der Zeit, das die gezeigte Studie recht hat. Verbale Gewalt zieht taktile Gewalt nach sich. Die Beispiele in unserer eigenen Geschichte sind noch nicht so alt, leider.

M Kleimann: @Madsteve Es gibt einen Unterschied, ob Gewalt in Nachrichten gezeigt wird (obowhl es auch da – auch von Öfentlich-Rechtlichen immer wieder Tabubrüche gibt -, oder ob man Gewalt in NAchrichten zeigt. Das eine dient der reinen Unterhaltung (auf Rezipientenseite) und dem Geldverdienen (auf Herstellerseite). Das andere ist Information.

Rudolf H Weiß: zu Daniel: das stimmt nicht. Das „Schoolshooting“ gibt es erst seit zehn Jahren, und hier ist in fastt allen Fällen exzessiver Gewaltmedienkonsum vorausgegangen.

Rainer Fromm: Looser-CH: Wenn nach unterschiedlichen Studien die Jugendgewalt in 25% medial mit erklärbar ist/verursacht ist, dann ist das keine „kleine Minderheit“ sondern ein ernstes gesellschaftliches Problem

bbirke: Wie sieht es mit der Nähe von Christian Pfeiffer zu autoritären Politikern wie Uwe Schünemann (IM Niedersachsen) aus, die ja auch über die Mittelvergabe für sein Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen KFN mit entscheiden?

el Spotto: mir war dieser beitrag, wie schon so viele andere zuvor, viel zu einseitig! bislang habe ich noch keine studie gefunden, die einen direkten zusammenhang zwischen videospielkonsum und gewaltbereitschaft belegt, immer waren dritt- oder moderatorvariablen identifiziert worden, die zu diesem ergebnis führten,. in der medialen berichterstattung wird dies aber jedesmal verschwiegen oder höchstens mal in einem beiläufigen nebensatz angedeutet. wenn entsprechende verhältnisse vorliegen, so wage ich zu behaupten, kann eine mitgliedschaft im schützenverein mindestens ebenso zu einer herabsetzung der hemmschwelle führen, die aber ist gutes altes, deutsches kulturgut und somit für die medien unantastbar!

Killerspieler-eYb: Rainer Fromm, wie erklären sie es sich das sie ein LAN-event filem und behaupten das dort Minderjährige spielen?`Haben sie sich vorher nicht kundig gemacht das auf solche Events keine Minderjährigen zugelassen sind?

MariusR: Es schadet dem Image der Spielergemeinde lieber Herr Fromm

Rainer Fromm: el Spotto: Noch einmal – Beiträge sind kein Dogma sondern eine Anregung zum gesellschaftlichen Diskurs

Jürgen Fritz: Dann denken Sie mal darüber nach, was Kindern mehr Angst macht: Ein Computerspiel USK 6 oder die Nachrichten über Tote, Folter, …

Henric01: Ich finde, dass in Deutschland sehr oft und sehr viel an „die Kinder“ gedacht wird – und zwar in erster Linie bei der Verantwortung des Staates. Man bekommt den Eindruck, dass immer dann nach Verboten gerufen wird, wenn sich die ältere Generation mit den Kindern überfordert sieht bzw. fürchtet, dass andere Eltern davon überfordert sind. Das ist allerdings nicht die Aufgabe des Staates.

KlausGünther: Wie erklären Sie sich bitte, dass in Ländern wie z.B. den Niederlanden, in denen die höchste Altersfreigae für Spiele und Filme 16 Jahre beträgt, auch keine höhere Jugendgewalt zu verzeichnen ist?

kullerhamPster: @Rainer Fromm: Das hat Prof. Pfeiffer aber nicht gesagt.

Ana aus Oldenburg: Silverhair: „Keine wirklichen Gewalttaten“??? Warte etwas ab, wenn die heutigen Kids größer werden…

zio: Rainer Fromm: hmm…tut mir leid ich erkenne keinen Zusammenhang zwischen ihrer Antwort und einem meiner Posts.

Michael1199: Nein Herr Fritz!

M Kleimann: @bbrike: Nochmal: Herr Schünemann hat KEINEN Einfluss auf die Mittelvergabe an der KFN. Und wie Sie wissen, ist Herr Schünemann ein Minsiter einer CDU-FDP-Regierung und Herr Pfeiffer war seinerseits Justizminister einer SPd-Grünen Regierung. Die Nähe ist – vorsichtig gesagt – eher fern.

Rainer Fromm: Marius R: Aber bitte: Sollte man Studienergebnisse wegen dem Image einer Gemeinde verharmlosen, das klingt nicht demokratisch

WPeter: Herr Fritz, es ist zwar eine sehr diskrete Frage, jedoch würde ich gerne Ihr Alter erfahren, und ob Sie selbst schon einmal in diesem Alter indizierte Spiele gespielt haben…? Ich vermute mal das es zu ihrer Zeit noch nicht einmal solche gegeben hatte :), aber das sei am Rande bemerkt. Auf was ich eher hinauswollte ist, ob Sie es schon am eigenen Leib erfahren haben, wie sich das anfühlt ein Killerspiel zu spielen. Meine Gefühle dabei sind vollkommen neutral, ich bin lediglich empfindlicher für äußere Reize wie Geräusche oder Visuelle Wahrnehmungen

Rudolf H Weiß: zu el Spotto: dannlesen Sie mal unsere Studie, wenn sie der Öffentlichkeit gedruckt zur Verfügung steht (Ende des Jahres) Da werden Sie etwas anders lesen-und das von wirklich unabhängigen Forschern ermittelt.

jubijubi: @rainer fromm: ein blutpatch wird oft auch nicht vom hersteller sondern von anderen programmierern zur verfügung gestellt

Costa Y Bravo: @24-Gamer: absolut sinnfreier Beitrag

nailimixaM: @ 24-Gamer: Dann biste süchig XD

razorback: warum wird nicht über das andere extrem der pc-spiele debatiert?..zb hello kitti..

tontechniker: @Draco: Filtern hilft in diesem FAll nichts, was zählt ist eine passende Begleitung

Tanrek: @ Hr Weiß: Wie sollen diese schärferen Zensuren Ihrer Meinung nach aussehen?

ChriBu85: @24-Gamer toller Beitrag >< …

Tobias Plath: @Rudolf Weiß wurde aber nicht des öfteren schon festgestellt, das Verbote vorhanden sind, aber nichtmal diese Verbote durchgesetzt werden? Wieso wollen sie verbote erweitern, statt damit anzufangen bereits vorhandene verbote durchzusetzen?

JinRoh3181: @ Rainer Fromm: Mercedes macht diese aber übertrieben schnell. Sind diese dann Haftbar bei einem Unfall – mit Personen schaden?

Michael1199: Nein Herrr Fritz! Das Wort Killerspiel trifft es schon ziemlich genau.

Rainer Fromm: Killerspieler: Zu welchem Lan-Event habe ich in dem Film behauptet, dass dort Minderjährige spielen ?? Ich habe allerdings auf Lans schon persönlich erlebt, dass Minderhjährige auch indizierte Spiele spielen – und das offen !

maggus86: Wenn es dich stört, dafür gibt es Entziehungskuren. Du hast evtl. eine Sucht, die du stillen möchtest.

Mark78: @24-Gamer, dann würde ich mir doch Gedanken machen, ob ich nicht stark spielesüchtig bin und professionelle Hilfe aufsuche!

Jürgen Fritz: WPeter: Meine eigenen Spielerfahrungen? Ich bin 62. Zu meiner Jugendzeit gab es in meiner Familie noch nicht einmal Fernsehen. Seit 20 Jahren spiele ich die Spiele. Von den frühesten PacMan bis zu Online-Spielen. Erst die eigene Erfahrung ermöglicht eine Verständnisbrücke zu den Spielern.

Rainer Fromm: ABER: Viele Lan-Organisatoren leisten in Sachen Jugendschutz gute arbeit und kontrollieren Ausweise. Ich sehe in der organisierten Gamer-Szene kaum ein Problem. Vieler Gamer wissen auch um Risiken von Sucht

Frontal21-Moderator: Liebe Chatter! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zur Zeit nur noch Beiträge frei schalten können, die neue Fragen und Gedanken beinhalten – der Chat ist rappelvoll. Vielen Dank!

Chrissi5120: ich muss Herrn Krißel absolut rechtgeben !

Peacecamper: Warum wurden in der Sendung in erser Linie wieder nur Gegner der Spiele oder scheinbar wirklich bezahlte Vertreter der Industrie (der EA-Vertreter war grausig…) ans Mikrofon gebeten? Warum keine Interviews mit Fachleuten wie Redakteuren von Zeitschrifen wie z.B. PCGames, Gamestar usw.?

Silverhair: @Kleimann, d.h. sie bilden sich da nur aus einem ausschnitt ein bild – das ist so wissenschaftlich als wenn ich an einem autofreien Sonntag die autos auf der Autobahn messe – warum keine vollbefragung, erhebung , das wäre wissenschaftlich

Rudolf H Weiß: Leider gibt es diesen trick mit der Altersfreigabe. Hier muss sich an den Kontriollorganen etwas verändern. Diese Kontrolle darf nicht von der Medienindustrie bezahlt werden, sondern das ist eine reine Aufgabe des Staates, da die Ergebnisse sehr wohl mit unserer Volksgesundheit etwas zu tun haben.

checkbutton: Noch einmal: Ich denke nicht nur die Gewaltdarstellungen in den Spielen sind bedenklich, für viel bedenklicher halte ich den exzessiven Konsum von Spielen und das Suchtpotential von div. Computerspielen. Gibt es dazu keine Studien?

Catabu: @Rainer Fromm: Das machen Computerspiele (bis auf ein paar schwarze Schafe, die aber leider in der Spielegemeinde keine Rolle spielen) auch nicht. Ich habe in meinem Leben schon viele Spiele gespielt auch sogenannte „Killerspiele“ (<– polemischer Ausdruck, den ein Magazin, das objektiv sein will und ernstgenommen eigentlich nicht verwenden sollte)

Rainer Fromm: Peacecamper: Noch einmal: Der Film beschäftigte sich mit Wirkungsforschung, nicht mit der Gamer-Community. Ich weiß nicht, warum Sie die Community mit den Menschen in einen Topf werfen, die auf u.a. auf Grund sozialer Probleme mit Computergewalt nicht klar kommen. Das tue ich NICHT

Siggi Schmitz: Herr Fromm, noch einmal: Wie kommen sie dazu, dem Zuschauer glauben machen zu wollen, dass die Studien des Prof. Pfeiffer neutral und richtig seien? Herr Prof. Pfeiffer hat eine extrem einseitige Sicht auf die polemisch sogenannte Killerspiel-Thematik. Ich halte es für ihre journalistische Pflicht, dies auch dem Zuschauer nicht zu verheimlichen. Zumal sie die Gegenstudien der FH Köln recht vorschnell als tendenziös darstellten.

barfoo: @Kleimann: Haben Sie eine ähnliche Studie im Zusammenhang mit Alkohol gemacht? Oder mit anderen Faktoren, deren unmittelbare Schädlichkeit weitaus gefährlicher sind und dennoch nie unter einer solchen Debatte leiden müssen?

BF2: Also große LAN-Partys sind friedlicher als ein normales Volksfeste. Computerspiele sind einteil unsere Jugendkultur.

muewe: Was ist eigentlich mit Spielen die Opensource sind? Können diese auch indiziert werden? Als Beispiel nenne ich mal Tremulous www.tremulous.net

razorback: @rainer fromm: menschenverachtung? das sind doch nur alles eine ansammlung von pixeln die man tötet..nun ja immer realistischer aussehend, aber immer noch ein haufen pixel

Rudolf H Weiß: Zu Checkbuton: Ich habe vorhin schon mal was dazu geschrieben. Wir konnten in unseren Studien eindeutig suchterzeugende Wirkungen auf die Zezipienten feststellen.

Jürgen Fritz: checkboutton: Ich stimme Ihnen zu. Problematisch kann exzessives Spielen werden, wenn es zur Vereinseitigung führt, also zum Ausschluss anderer Entfaltungsmöglichkeiten. Es gibt zahlreiche Studien dazu.

jubijubi: @kleinmann: gerade ihr chef dr. pfeiifer verwendet den begriff gerne bei vorträgen vor eltern

24-Gamer: Glauben wir den Experten einfach mal, dass es wirklich aggressiv macht. Was nun?

Rainer Fromm: Siggi Schmitz: Die Studienergebnisse, die Übergänge zwischen Virtualität und Realität sehen, sind wissenschaftlich Mainstream (vgl, Kunczik)

MariusR: 252 Chatter gegen 3 oder 4 Moderatoren. Das sagt doch auch schon alles.

M Kleimann: @Silverhair: Unsere Stichprobe ist die größte mir bekannte zu diesem Thema in Deutschland und eine der größtem weltweit. Und in einigen der untersuchten Kommunen haben wir Vollerhebungen der Viert- und Neuntklässler durchgeführt: Glauben Sie mir: Sie können mit mir über viele Aspekte unserer Studie diskutieren, nicht aber über unsere Stichprobengröße. Ernstzzunehmende wissenschaftler haben sogar eher Bedenken geäußerst, dass unsere Stichprobe ZU GROSS ist, und damit schwer zu handhaben.

Frontal21-Moderator: 263 Chatter gegen einen Moderator – auch wir haben nur begrenzte Mittel. Wir bitten um Verständnis!

cornygreiz: in meinem bekanntenkreis ist ein junge,9 jahre, der GTA Vice City mit elterlicher erlaubnis spielen darf! das kann meiner meinung nach so nicht gehen, deshlab ist es dochwichtieger die eltern seriös aufzuklären als ständig sinnlos über verbot hier verbot da zu reden. wenn eltern den kinder alternative bieten und sich mal mit ihren kindern beschäftigen würden so hätten solche spiel auch nicht eien solchen einfluss…ich komme aus einem geordneten elternhaus und bin bisher noch nicht gewaltätig geworden, trotz meiner leidenschaft für „killerspiel“

Rainer Fromm: razorback: Ich denke, auch Pixelk können Menschenverachtung transportieren ….

M Kleimann: @jubljuibl Stimmt. Ich aber nicht.

AAA101: Entschuldigen sie wenn mir das „Freistellen“ meiner vorhin geäußerten Frage nicht aufgefallen ist, ich frage einfach nochmal: Von wem werden Herrn Pfeiffers Studien Finanziert? Wenn ich mich recht entsinne war es das Land Niedersachsen oder eine ähnliche Istitution. Zummindest die derzeitige Regierung von Niedersachsen ist strikt für ein Verbot von Killerspielen. Deswegen finde ich es etwas komisch die Hochschule in Köln für ihre Mittelherkunft zu kritisieren.

Mariken: Ich bin Lehrerin und Mutter und es erschüttert mich immer wieder, dass das Abschlachten in Spielen so wie es im Beitrag gezeigt wird, als harmlose Spielerei dargestellt wird.

Rainer Fromm: cornygeiz – ich denle, man sollte den Eltern unseren Film zeigen um zu dokumentieren, das Gewaltspiele auch schädlich sein können

Tsume78: Herr Fromm: Amerika ist aber auch ein anderes Land mit wesentlich lascheren Gesetzen diesbezüglich. Sie können doch nicht amerikanische Studien 1:1 auf Deutschland übertragen?

HugoEumel: Herr Kleinmann, wenn man die Dinge nicht beim Namen nennen kann wie sie sind begeht man eine gefährliche Verharmlosung. Wo der Spieler in die Rolle eines Killers schlüpft ist wohl klar von einem Killerspiel zu reden.

M Kleimann: @AAA101,: Ich habe diese Frage bereits zweimal beanwortet. Schauen Sie bitte oben nach.

rusef: Das ist doch alles total unsinnig hier. Jeder der über 18 ist kriegt seine Spiele. Importieren ist kein Problem. Zudem gibt es noch das gute alte Internet um an gewisse Spiele ranzukommen. Wenn Vater Staat meint die Industrie kaputt zumachen und damit mächtig rote Zahlen zu schieben – bitte sehr! Das juckt mich nicht die Bohne. Was ich will bekomm ich auch. Da hindert mich keiner dran.

Rainer Fromm: Tssume ? Auch wenn die Liberalität im Bezug auf Computergewaltdarstellung größer ist, wieso sollte ich nicht die Befunde der Wirkungsforschung zitieren können, die waren wissenschaftlich ordentlich geführt

Michael1199: Ich finde es einfach nur lächerlich wie sich die „Gamer-Gemeinde“ JEDESMAL wieder aufregt wenn man ihr Suchtmittel angreift. Die Korrelation zwischen Gewalt in PC Shootern und veränderung der Reizstruktur der Gehirne besonders bei jungen Menschen hat Herr Pro. Manfred Spitzer genauestens bewiesen!!

Rainer Fromm: rusef: Es ist bei einer Indizierung nicht die Frage, ob jemand ein SPiel bekommt oder nicht, oder ob ein Staat zulässt, dass mit Menschenverachtung Geld verdient wird

Rudolf H Weiß: zu AAA1: Nochmals, unsere Studie, die im Frontalbeitrag behandelt wurde, ist von uns selbst ohne jegliche Fremdmittel finanziert worden. Fast ausschlisßlich in unserer Freizeit. Meine Motivation dabei ist einzig und allein, weiteren Schaden von unseren Kindern und Jugendlichen fernzuhalten.

Mesh66: @mariken totaler Quatsch!

Silverhair: @Jürgen Fritz – nette aussage, es kann also durchaus sein das die Gewalt durch die Berichterstattung über Harz IV grösser ist als durch alle Spiele zusammen?

rvL eXile: Eben wurde das Thema mit den Amokläufen kurz angeschnitten. Und Herr Fritz redet die ganze Zeit über eine Studie, daher meine Frage, wird in dieser Studie denn auch dargestellt, das die Täter, der Amokläufe „Aussenseiter“ waren und von ihrem Mitschülern misachtet wurden?

M Kleimann: @HugoEumel: Kann schon sein. Aber wen wollen Sie überzeugen, wenn Sie ein Spiel so nennen. In der Spielercommunity treffen Sie mit diesem Vokabular auf taube Ohren. Ich habe nicht gesagt, dass der Begriff Killerspiele unkorrekt ist, ich habe die Meinung geäußerst,dass er emotional so aufgeladen ist, dass man mittels seiner Verwendung nicht vernüftigt argumentieren kann.

Rainer Fromm: Mesh66 – finden sie Ihren Einwand seriös ?

bbirke: Christian Pfeiffer belegt in seinen Studien keine Ursächlichkeiten für Gewalttätigkeiten, sondern nur statistische Korrelationen, die wahrscheinlich auf gemeinsamen sozialen Verhältnissen beruhen. Das wurde z.B. im Onlinemagazin Telepolis mehrfach detailliert erläutert. Es gibt Korrelationen zwischen jeder Art von Normabweichung und Gewalttätigkeiten, was noch lange keine Ursächlichkeit belegt und vor allem keine Verfolgung schon einfacher Abweichungen mit Zensur, Strafen usw. rechtfertigt!

razorback: @mariken: öhm.was würde das bringen? irgendiwe kommen man immer an solche games heran..

BF2: @M Kleinmann Ich Sie sollten mal eine Studie machen über LAN-Partys. Wieviel Gewalttaten dort passieren im Verhältniss zu andern Feiern?

Blizzak: @Mariken: Menschen beim Militär gehen aber schon mit einem ganz anderen Grundsatz dorhin! Sie wissen bereits vorher, dass die Möglichkeit besteht Menschen erschiessen zu müssen (oder gehen gerade deshalb dorthin)

rusef: Rainer Fromm: Wenn Sie das komplette Internet, Fernsehen sowie alle möglichen Filme indiziert haben – dann, ja DANN dürfen sie auf Computerspiele zurückkommen die durchaus weniger Verbreitet sind als Filme oder ein Internetzugang welcher heutzutage in jedem Haushalt aufzufinden ist.

pflegewirt76: Da bezahle ich GEZ Gebühren und nicht ein Beitrag von mir wird durchgelassen. Dies ist Zensur in seiner höchsten Form. Ich werde noch eine schriftliche Beschwerde formulieren.

Rudolf H Weiß: Schulfrust kann ein Auslöser für eine Gewalttat wie in Erfurt oder Emsdetten sein. Die Moderation erfolgte aber in jedem-auch der vielen anderen Fälle in den USA- durch den Gewaltmedienmissbrauch.

Rainer Fromm: BF2: Wollen Sie tatsächlich die Community mit den Jugendlichen gleichsetzen, die auf Grund sozialer Probleme Virtualität in die Realität fließen lassen und aus der Virtualität Vorlagen für reale Gewalt entnehmen. Also ich dachte, die Community wäre ein anderer Kreis

Jürgen Fritz: Silverhair: Auszuschließen ist das nicht. Menschen nehmen unterschiedlich wahr, verarbeiten unterschiedlich, bauen es in ihre Wirkzusammenhänge ein. Auch die Spiele können von verschiedenen Spielern unterschiedlich wahrgenommen werden. Je nach Interessen, Dispositionen, Vorerfahrungen, emotionaler befindlichkeit,..

M Kleimann: bbirke: Die gemeinsamen sozialen Verhältnisse haben wir mithilfe von Pfadanalysen sehr detailliert berücksichtigt, statistisch gesprochen: Herausgerechnet. Und es gibt immer noch unabhängige Effekte der Mediengewalt.

Frontal21-Moderator: Liebe Chatter! Wir haben leider keine Möglichkeit mehr, alle Beiträge frei zu schalten. Wir bitten um Ihr Verständnis – das hat keine persönlichen Gründe!

Rainer Fromm: Lieber Herr Firtz, Herr Kleimann, Herr Weiss, liebe Chatter, vielen Dank für Ihre Mitwirkung am Chat.

Rainer Fromm: Wünsche noch einen schönen abend !

M Kleimann: Ebenso. Gruß an die Runde aus Hannover.

Rudolf H Weiß: Danke ebe3nfalls

Frontal21-Moderator: Liebe Chatter! Wir schließen nun den Chat, danken für Ihr Interesse und wünschen einen schönen Abend!

Wem dieser Chatmitschnitt gefallen hat, der mag vielleicht auch den Chat zu „Sind Spiele anders?“ auf Gamestar.de.