Reinhard Baumgarten thematisiert in der Dokumentation „Du sollst nicht töten – Das 5. Gebot und die PC-Killerspiele“ das immer noch brisante Thema Gewalt in Computerspielen. Dabei läßt er die Spieler selbst zu Wort kommen, diskutieren und auch Computerspielen (Battlefield 2). Dieser Beitrag ist vorbildlich sachlich gehalten. Das ist genau, was die Diskussion um die Medienwirkung gewalthaltiger Spiele braucht. Zwar geben keine Wissenschaftler ihre Forschungskenntnisse preis und die Meinung der Computerfans ist verständlicherweise subjektiv, dennoch gibt der Film einen differenzierten Einblick, wie die Spieler ihr Hobby selbst erleben und bewerten. Neben der Gewalt wird auch das wichtige Thema Computerspielabhängigkeit kurz angesprochen. Den Film kann man gleich hier online sehen.

Offizielle Beschreibung zum Film:
Andi K. ist 25. In den vergangenen Jahren hat der Student der Sportwissenschaften viele Abende damit verbracht, auf Panzer, Jeeps und Kampfhubschrauber zu feuern. Benni B. ist 24. In seiner Freizeit bekämpft der gelernte Straßenbauer arabische Freischärler und chinesische Invasionstruppen. Andreas und Benjamin spielen Battlefield 2 – ein sogenanntes Killerspiel. Das biblische Gebot „Du sollst nicht töten“ gilt auf dem virtuellen Schlachtfeld nicht. Nur wer schnell schießt und genau zielt, kann gewinnen. Deutschlandweit „zocken“ Millionen von Spielern – mehrheitlich junge Männer – täglich viele Stunden und trainieren ihre virtuelle Fähigkeit zu töten. Killerspiele stehen seit dem Amoklauf von Erfurt mit 17 Toten unter Generalverdacht. Zu Unrecht, sagen Andi und Benni, die für sich beanspruchen, ein ausgeglichenes und sozial engagiertes Leben zu führen. Können Killerspiele wirklich Teil eines friedlichen Lebens sein? Oder steigert das stundenlange Ballern am PC Wut und Aggressivität, die Mitgefühl und Toleranz anderen gegenüber erschweren?

Hier kann man sich die Dokumentation online anschauen: