Bild von www.fraunhofer.deVom 14. bis 16. November 2008 findet in München der Workshop Computerspiele als Forschungsthema der Fraunhofer-Gesellschaft statt. Hauptaugenmerk liegt auf der Verwendung künstlicher Intelligenz (KI) in Computerspielen. Diese soll diskutiert und innerhalb eines Prototypens umgesetzt werden. Der Workshop richtet sich vornehmlich an SchülerInnen und Studenten. Referent ist Prof. Dr. Klaus P. Jantke vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT). Workshopdetails als PDF. Hier geht’s zur Anmeldeseite. Alle wichtigen Informationen und Dokumente sind ganz oben auf der Seite verlinkt.

Informationen von der Workshopseite:

Digitale Spiele sind in aller Munde und Hände – Spiele auf PCs, auf Konsolen, im Internet und auf mobilen Geräten wie Handys. Der Spielemarkt ist ein weltweiter Markt, der den Filmmarkt bereits weit hinter sich gelassen hat und der dynamisch expandiert. Spiele verändern unsere Kultur, aus der sie nicht mehr wegzudenken sind. Auf der einen Seite bergen Spiele ein enormes Potential für attraktiven und effizienten Wissenserwerb, auf der anderen Seite wird unterstellt, dass bestimmte Spiele das Sozialverhalten von Spielern negativ beeinflussen können.

Wir brauchen eine Spielewissenschaft, die hilft, Spiele und das Erleben von Spielen besser zu verstehen, die Wirkung von Spielen einschätzen zu können sowie qualitativ neue Spielideen zu entwickeln und umzusetzen. Spieleforschung ist gesellschaftlich höchst relevant.

Der Workshop »Computerspiele als Forschungsthema« wird die Grundlagen einer solchen Spielewissenschaft legen und den Teilnehmern tiefe Einsichten in den Stand der Forschung und in die aktuellen Probleme des Gebiets vermitteln. Die Teilnehmer werden sowohl existierende Spiele analysieren als auch selbst kreative Spielideen hervorbringen, umsetzen und Elemente der Medienwirkungsforschung erarbeiten:
– Was sind eigentlich digitale Spiele?
– Wo fangen Spiele an und wo hören sie auf?
– Was gehört noch dazu und was nicht mehr?
– Welche Ausdrucksmittel braucht man, um sich mit digitalen Spielen wissenschaftlich auseinander zusetzen?
– Wie wirken Spiele auf Menschen?
– In welchem Maße wirken Spiele auf verschiedene Menschen gleichartig oder unterschiedlich?
– Welche Wirkungen können Spiele haben?
– Wie untersucht man die Wirkung von Spielen?
– Wie sicher kann man sich über die Forschungsergebnisse sein?
– Warum gibt es in der Öffentlichkeit, aber auch unter Wissenschaftlern so kontroverse Auffassungen über die Wirkung von digitalen Spielen?
– Welche Aufgaben stehen vor uns, vor den Spielern, vor deren Eltern, vor der Wissenschaft und vor der Politik?

Aufgabenstellung

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit im Workshopbilder der einsatz von Künstlicher Intelligenz in digitalen Spielen.
– Was ist Künstliche Intelligenz (KI) im Spiel?
– Wozu ist sie da?
– Wie kann sie zum Erleben eines Spiels beitragen?
– Was kann sie leisten? …und was nicht?
– Wie wird KI in Spielen realisiert?
– Welches Potenzial steckt in KI für Spiele der Zukunft?

Wir werden ausgewählte digitale Spiele spielen, um Stärken und Schwächen von Spielern kennenzulernen und zu erfahren, wie man relevante Spielphänomene lokalisiert. Ausgehend von konkreten Spielen und von eigenen Spielerlebnissen werden Forschungsfragen herausgearbeitet und Vorgehensweisen für die wissenschaftliche Arbeit entwickelt.
Exemplarisch werden aktuelle Forschungsfragen im Detail diskutiert.
– Die Workshop-Teilnehmer entwerfen KI-Verhalten für digitale Spiele.
– KI-Verhalten wird in einem Spielprototyp implementiert.
– Wirkungspotentiale der KI werden untersucht und Hypothesen formuliert.
– Für die Wirkungsforschung – für die Evaluation von Hypothesen – wird ein Untersuchungskonzept erarbeitet.

Du willst dabei sein?

Dann sollte Dir der Umgang mit Computern ein wenig vertraut sein und Mathematik Spaß machen. Du solltest aufgeschlossen sein gegenüber anderen Fachgebieten und bereit sein, andere Denkweisen als die eigenen ernst zu nehmen und ihnen ein Stück zu folgen, denn Spieleforschung ist interdisziplinär.