Die digitale Revolution findet auch in ärmeren Regionen statt. Allerdings mit Technik, die in Industrienationen schon bald nach ihrem Erscheinen überholt war.
Derek Lomas wurde auf einer seiner Reisen in Indien auf etwas aufmerksam. Auf dem Markt, dritt größten Stadt Bangalore, wurden zahlreiche Computersysteme angeboten, die man an den heimischen Fernseher anschließen konnte. Inklusive Maus und Tastatur. Die Rechner basierten auf der Technik von 8-bit Computern, wie die ersten Heim-PCs Apple II, BBC Micro aber auch das NES (Nintendo Entertainment System). Zusammen für einen Preis ($12), den sich auch Menschen mit einem sehr geringen Lohn ersparen konnten.
Er war überrascht, über diesen unglaublich günstigen Preis und die schlechte Lernsoftware, die mit dem System, nebst einer Hand voll Spielen, kam. Möglich ist das günstige angebot, da die Patentrechte für die Technologie abgelaufen sind und nicht erneuert wurden. Sie sind Public Domain.
Gute Lernsoftware ist auf 8-Bit-Systemen möglich. Die schlechte Grundaustattung will Derek Lomas mit seinem Projekt Playpower ändern. Er ruft Wissenschaftler und Programmierer dazu auf, kostenlos bessere Lernsoftware zu entwickeln und damit die Bildung auf der ganzen Welt für Menschen mit wenig Möglichkeiten zu verbessern. Der Umgang mit Computern und sinnvoller Software bringt Kindern die Chance, später eine bessere Arbeit zu finden und mehr Geld zu verdienen.
Durch eine Zusammenarbeit mit den Vertreibern, der als Lerncomputer vermarkteten Systeme, werden die vorhandenen Lernprogramme gegen bessere ausgetauscht.


Englischer Artikel bei Guardian.co.uk