Der Franzose Bertrand Grospellier, 29 Jahre alt, war ein erfolgreicher Proficomputerspieler. Unter dem Namen ElkY war er vor allem in Starcraft-matches gefürchtet. Auf den World Cyber Games in Seoul wurde er 2001 Zweiter, was eine große Leistung ist, wird Starcraft doch von asiatischen Profispielern dominiert. In seiner Landeshauptstadt Paris reichte es dann bei den Euro Cyber Games 2003 für den ersten Platz.

Doch dann kam eine überraschende Wende. 2006 ging der Profigamer zum ersten Mal öffentlich fremd. Er spielte Onlinepoker. Und das so gut, dass er sich für die World Series of Poker in Las Vegas qualifizierte. Drei Jahre später war er durch seine neue Liebe, das Pokern, um 5,700,000 Dollar reicher.

Seine Erfahrung als Pro-Gamer hat ihm bereits wichtige Fähigkeiten abverlangt und trainieren lassen: Hohe Konzentration über Stunden, komplexe Berechnungen, einst für das Ressourcenmanagment und den koordinierten Terranerangriff bei Starcraft, nun für hochdotierte Pokerturniere. Das ist in beiden Fällen harte Arbeit. Pokerprofis bestätigen, dass es Hingabe und den Willen braucht, immer sein Spiel verbessern zu wollen. Dem ist er also treu geblieben.